Krankengeschichte meiner Nelly

Krankengeschichte meiner Nelly

Nelly kam im Februar 2008 zu mir. Sie war im Tierheim Recklinghausen gewesen, nachdem sie an einem Baum angebunden gefunden wurde und sich nach einigen Tagen Klinikaufenthalt für das Leben entschieden hatte.

Nelly war ein kleines panisches Angstbündel, hibbelig klapperdürr aber augenscheinlich fit und munter. Sie wurde vom Tierarzt des Tierheims auf rund 3,5 Jahre geschätzt.

Nelly taute schnell auf, konnte rennen ohne Ende und zeigte sehr viel Lebensfreude. Sie war nie k.o. Erst am Abend nach der Fütterung legte sie sich neben mich mit Körperkontakt und dann schlief sie wie ein Baby, so tief und fest.

Nelly, die kleine Rennsemmel 🙂

Ein paar Monate später zeigte Nelly 2 Auffälligkeiten, die ich näher betrachte, da sie zu meinem heutigen Kenntnisstand bereits zum Krankheitsverlauf zählen: Zum Einen hatte sie im Herbst 2008 Husten. Nicht ganz klar definierbar, da dieser Husten nicht immer auftrat sondern nur immer mal nach körperlicher Anstrengung. Beispielsweise nach einer sehr großen Runde wieder zu Hause angekommen, dauerte es noch etwa 15 bis 20 Minuten, dann hustete sie mehrmals, danach war alles wieder gut. Etwa zur gleichen Zeit beobachtete ich ein weiteres Phänomen, das überhaupt nicht lustig war: Nelly spielte mit einem der Hunde oder auch mit mir, erstarrte für einen Bruchteil einer Sekunde um dann plötzlich derb zuzubeißen. Eine kurze und blitzschnelle Aktion, dann schaute sie starr geradeaus, schüttelte sich und alles war wieder gut. Es war als ob sie kurze Aussetzer hatte und kam unregelmäßig alle paar Tage vor.

2 Tierärzte fanden nichts heraus, obgleich jeweils ein Blutbild gemacht wurde. Damit war ich nicht zufrieden und reichte die Blutbilder an weitere Tierärzte und THPs weiter, in der Hoffnung es findet sich der Grund für die Auffälligkeiten. Ein THP aus NRW traf den Nagel auf den Kopf: Blut zu dick, die Fließgeschwindigkeit gefiel ihm für einen Hund in dem Alter nicht. Die Werte bewegten sich im angegebenen Rahmen, er sah die Werte eher für einen alten Hund als passend jedoch nicht für einen jungen aktiven Hund. Er riet mir zu Lycopodium, er klärte mir damals auch warum und ich gab es Nelly nach seiner Anleitung 6 Wochen lang. Dies war ein Volltreffer, denn beide Auffälligkeiten verschwanden gänzlich.

Nelly liebte ihr Leben, sie liebte es über die Wiesen zu toben, durch die Wälder zu stöbern, nicht umsonst bekam sie den Beinamen „Stierblitz“. Sie hatte nichts mit Jagen am Hut zum Glück, aber sie scheuchte gerne auf, wenn sie etwas entdeckt hatte und kam dann freudestrahlend zu mir und lies sich loben. Als ob sie sagen wollte: schau mal Frauchen was ich gefunden habe.

Nelly, die kleine Rennsemmel 🙂

Alles war gut bis Mitte Juni 2012. Wir auf unserer Hundewiese und Nelly rannte mit ihrem Hundefreund über die Wiese, blieb plötzlich abrupt stehen und konnte sich nicht mehr bewegen. Stocksteif versuchte sie mir in Tippelschritten entgegenzukommen und zeigte massive Schmerzen.

Zuhause auf der Couch angekommen, schlief Nelly nur noch. Ich verabreichte ihr Traumeel und Zeel und besorgte mir schnellstmöglich einen Termin bei einem „Knochen- und Gelenkspezialisten in Leipzig. Nächsten Tag konnte Nelly wieder einige Schritte gehen, humpelte jedoch sehr stark vorne rechts.

Der Tierarzt in Leipzig diagnostizierte eine Arthrose im rechten Ellbogen sowie eine beginnende Spondylose, die er auf die Schonhaltung bzgl. des Ellbogens begründet sah. Er verabreichte Schmerzmittel und riet zu einer 4er Serie Hyaluroninjektionen in den Ellbogen jeweils im Abstand von 1 Woche. Wir unterhielten uns über weitere Alternativmöglichkeiten, die er alle abwies, da nichts wirklich so richtig Sinn machen würde.

Gut, ich wollte ja das Beste für meinen Sonnenschein und fuhr mit Nelly wöchentlich nach Leipzig. Nach der zweiten Injektion lief Nelly unter Schmerzmitteln wieder recht gut, was sich jedoch nach der 3. und 4. Injektion wiederum zum Schlechteren entwickelte.

Parallel wühlte ich mich durchs Internet auf der suche nach alternativen Möglichkeiten Nelly zu helfen, denn irgendwie war ich weder mit dem Ergebnis noch mit der Art der erfolgten Behandlung zufrieden. Dabei landete ich bei dem Thema „Goldakupunktur“. Ich fand positive wie auch negative Stimmen was den Erfolg der Behandlung anbelangt. Kurzerhand nutzte ich die Möglichkeit über den Tierschutzverteiler Hundehalter zu suchen, die diese Behandlungsart schon genutzt hatten. Auf meine Frage nach Erfahrungen und gleichzeitig nach den Ärzten/Ärztinnen, die die Behandlung gemacht hatten, erhielt ich sehr viele Antworten (rund 80 Mails).

Dabei kristallisierten sich 3 Tierärzte/-innen heraus, die fast nur gute Resonanzen erhielten. Ich schrieb diese 3 Tierärzte per Mail an, im Anhang die Röntgenbilder und die gestellte Diagnose aus Leipzig. Sehr unterschiedlich waren die Reaktionen auf meine Mail: einmal kam eine Standardmail in der weder auf meinen Text noch auf die Anhänge eingegangen wurde, eine Tierärztin hat bis heute nicht geantwortet….und dann kam, was mich überzeugte: eine Antwort in der detailliert auf das Röntgenbild aus Leipzig eingegangen wurde, eine umfängliche Erläuterung zum Thema Goldakupunktur und es kam ein Anruf vom Tierarzt persönlich, indem all meine Fragen bis ins Detail beantwortet wurden.

Im August 2012 wurde Nelly dann vergoldet. Die Diagnose sah nach dem digitalen Röntgen etwas anders aus und war zwar niederschmetternd, doch der Behandlungserfolg bestätigte meine Entscheidung. Hochgradige Spondylose entlang der gesamten Wirbelsäule, Arthrose in beiden Ellbogen, recht hochgradig, HD beidseitig, eine Seite etwas schlimmer noch als die andere.

Dennoch – innerhalb von 3 Wochen konnte Nelly wieder laufen, ja rennen und ihre geliebten Suchspiele auf der Wiese genießen. Leider hielt das Glück nicht sehr lange an, denn bereits im Januar 2013 hatte Nelly wieder Probleme im Bereich der Lendenwirbel. Dieser der Bereich war laut digitaler Röntgenaufnahmen gänzlich verknöchert und wurde deshalb bei der ersten Behandlung nicht vergoldet, was nun vorerst wie ein Fehler aussah. Gut, sie wurde in diesem Bereich nachbehandelt. Alles war gut und Nelly konnte wieder rennen.

Dennoch immer guter Dinge – Nelly

Bereits zu dieser Zeit zeigte sich eine unschöne Begleiterscheinung die inzwischen erklärbar ist: Nelly nahm in den Zeiten in denen sie schlechter laufen konnte an Gewicht zu obgleich ich die Futtermenge reduzierte. Absolut kontraproduktiv bei ihren Gelenk- und Wirbelsäulenproblemen. Klar, dass mich die Tierärzte diesbezüglich ansprachen und mich ermahnten, Nelly auf Diät zu setzen, was ich bereits tat.

Den Sommer und Herbst 2013 genoss Nelly wieder in vollen Zügen, sie lernte Schwimmen, liebte lange Spaziergänge, trabte gerne am Fahrrad zusammen mit den anderen Hunden. Ein herrliches Jahr, wenn man bedenkt was in dem Hund steckte…..

Dann kam der nächste Rückschlag im Januar 2014: Nelly kippte mit dem Hinterteil weg sobald sie auf schiefem Grund lief. Jegliche Unebenheiten machten ihr sehr zu schaffen bzw. lösten einen torkeligen Gang aus, der für mich als Laie betrachtet, aus den Hinterläufen kam.

Okay, wieder nach Berlin, wieder röntgen und wieder eine niederschmetternde Diagnose: HWS-Syndrom bzw. Wobbler Syndrom, welches bei Dobermännern angeblich weit verbreitet sein soll. Ich war am Boden zerstört, doch konnte mich der Tierarzt beruhigen – auch da kann man mit Gold was machen, allerdings kann man nicht genau sagen für wie lange die Wirkung anhält. Ich sollte darauf achten, dass die Muskulatur im Halswirbelbereich möglichst immer locker bleibt. Tja, leichter gesagt als getan. Okay, Nelly wurde gleich an diesem Tag ein drittes Mal mit Gold behandelt und es sollte seine positive Wirkung zeigen. Bereits 3 Tage später war sie wieder gut unterwegs und alles schien vergessen. Ich war begeistert und Nelly durfte wieder einen schönen Sommer genießen, genau wie das Jahr zuvor.

Die Winter waren immer schon schlechter als die Sommermonate

Der Winter 2014/2015 ging mit Höhen und Tiefen einher, allerdings ohne massive Verschlechterungen. Eher konnte man feststellen, dass nasskalte Witterung nicht so gut vertragen wurde und sich dementsprechend das Gangbild etwas verschlechterte um nach einigen Tagen wieder besser zu werden. Mit der Frühjahressonne wurde auch Nelly wieder lebhafter und sie lief gut.

Im Sommer 2015 verstarb ihr langjähriger Hundefreund, was sie augenscheinlich sehr belastet hat. Die Lust an den Spaziergängen war in der ersten Zeit nicht mehr so wie sie immer war, sie schien häufig sehr verunsichert. Im Herbst lief Nelly wieder schlechter und nahm wieder massiv an Gewicht zu. Wieder das Phänomen: ging es Nelly schlechter, lief sie schlechter, nahm sie trotz massiver Reduzierung der Futtermenge massiv an Gewicht zu. Ging es etwas besser, regulierte sich dies anfangs noch leichter, inzwischen nur noch mit weiterer massiver FDH-Diät. Nelly baute nun immer wieder massive Verspannungen im Rücken auf, sie wurde im Dezember 2015 akupunktiert um diese zu lösen, es wurde ein Ultraschall des Bauchraums gemacht wegen der Umfangsvermehrung um ggf. andere Ursachen auszuschließen. Organveränderungen konnten dabei nicht festgestellt werden. Durch Akupunktur konnten die Verspannungen gelöst werden und es ging wieder etwas besser.

Wir zogen dann im Januar 2016 nach Mecklenburg-Vorpommern. Dies war Stress für Nelly, jedoch zeigte sie sich sehr aufgeschlossen, hatte viel zu erkunden und es ging ihr bis Anfang März gut. Wir waren relativ viel unterwegs um die neue Umgebung zu erkunden. Sogesehen war es eine schöne Ablenkung für meinen Sonnenschein.

Anfang März 2016 folgte der nächste herbe Rückschlag. Nelly baute massive Verspannungen auf, nahm wieder zu, lief mit den Vorderbeinen extrem schlecht und baute in den Hinterbeinen Muskulatur ab. Immer wieder kippte sie hinten weg, ähnlich wie damals als das HWS-Syndrom diagnostiziert wurde.

Ich fuhr mit Nelly wieder nach Berlin zu dem Tierarzt, der die Goldakupunktur bei ihr vorgenommen hatte. Sie wurde geröntgt und er untersuchte sie unter anderem mit der neuen Form der Pulsdiagnostik. Er war sich sicher, Nelly hat ein unterschwelliges Stressproblem, sie kommt mit dem Verlust ihres Freundes Brutos noch immer nicht klar. Gleichzeitig machte er mir jedoch klar, dass die Möglichkeiten der Goldakupunktur nicht unbegrenzt sind. Ich war einerseits dankbar für seine Ehrlichkeit andererseits ziemlich geknickt bzgl. der schlechten Aussichten für Nelly.

Okay, wir hatten noch die Idee, dass Physiotherapie unterstützen könnte, Besserung sollte dadurch eher nicht erwartet werden aber eventuell könnte sich eine weitere Verschlechterung noch etwas aufhalten lassen.

So kamen wir zu Familie Pirzkall und wir begannen mit der wöchentlichen Physiotherapie in der Hoffnung Nelly wenigstens noch einen möglichst angenehmen Sommer herauszuholen.

Ja alles war schwer im Moment….

Es war schnell erkennbar, dass Nelly selbst merkte, dass ihr die Behandlungen helfen und sie freute sich jede Woche, wenn es zum „Kneten“ ging 🙂

Dennoch war ich weiter am kramen im Internet, am lesen von zig Erfahrungsberichten anderer Hundehalter, am Durchackern von Tierarztberichten, Fallbeispielen, Erfahrungen anderer Hundehalter und und und. Dabei stieß ich auf die Tierklinik am Merkurpark in Hamburg und Herrn Prof. Dr. Ali Hassan und seine Minimal Invasive Therapie bei Wirbelsäulenerkrankungen, welche er seinerzeit zusammen mit dem Tierarzt Dr. Dirk Schrader entwickelt hatte.

Ich ließ mir einen Termin geben und fuhr im Mai 2016 mit Nelly nach Hamburg, wohl wissend, dass ein CT gemacht wird und wenn eine Möglichkeit besteht, der Eingriff direkt durchgeführt wird.

Doch leider kam es anders als erhofft: die Diagnose war ernüchternd: Gemäß CT besteht mein Hund nur aus Baustellen, die vor dem CT geprüften Nervenreaktionen sind nicht nur in den Hinterläufen eingeschränkt sondern im ganzen Körper. Man nahm sich sehr viel Zeit, mir die CT Bilder genau zu erklären, „normale“ Bilder neben die meiner Nelly zu legen um die krassen Unterschiede zu verdeutlichen.

Eine sehr interessante Erkenntnis aus all dem war jedoch die Tatsache, dass die Überbauten der Wirbelsäule bei Nelly nicht knöchern sind sondern aus reinem Bindegewebe bestehen. Damit hatte ich die Erklärung warum Nelly trotz allem noch recht beweglich ist im Rücken und damals nach der ersten Goldakupunktur der Lendenwirbelbereich trotz kompletten Überbauten eine Restbeweglichkeit zeigte. Man sagte mir, auf einem Röntgenbild ist der Unterschied zwischen Bindegewebe und Knochen nicht bis nur sehr schwer erkennbar.

Gut, man bereitete mich darauf vor, dass Nelly noch ein paar Wochen oder max. Monate zu erwarten hätte. Sie bekam Schmerzmittel, B-Vitamine für die Nerven und für die Wirbelsäule Keltican. Plan war: erstmal sehen wie sie darauf reagiert und danach eine Art Anabolika zum Muskelaufbau zu spritzen.

Nelly machte gute Fortschritte, sie lief wieder stabiler, die Verspannungen wurden weniger. Die Physiotherapie half ihr dabei immens. Gut, Nelly war mit ihren inzwischen rund 13 Jahren nicht mehr so das Rennmäuschen aber ich konnte deutlich erkennen, sie hatte wieder Spass und Lust auf die Spaziergänge. Alles sah gut aus, nur war mir klar, ich wollte sie nicht dauerhaft auf den Schmerzmitteln lassen, da sie diese schon in der Anfangsphase 2012 nicht sehr lange gut vertragen hatte.

Zeitnah entdeckte ich auf Facebook einem Videofilm von einer, mir namentlich bekannten, Tierheilpraktikerin bzgl. dem Einsatz von LifeWave-Pflastern. Der Film dokumentierte die Erfolgsstufen während der Behandlung einer Engl. Bulldogge nach einem schweren Bandscheibenvorfalls mit Lähmungserscheinungen. Ich erkannte in den Bewegungsabläufen meine Nelly wieder. Ich rief die Therapeutin an und vereinbarte einen Termin.

Der erste Termin dauerte sehr lange, durch Bestandsaufnahme, Erklärungen zum Thema Ganzheitliche Behandlung etc. Außerdem wurden Nelly Haare abgeschnitten um eine umfangreiche Bioresonanzanalyse erstellen zu lassen. Wir hatten die Hoffnung auch das Problem der Gewichtszunahme klären zu können. Eine Schilddrüsenfehlfunktion lag nahe, jedoch war das Problem nicht generell vorhanden.

LifeWave-Pflaster gab es dann zusammen mit einer Klebeanleitung. Alles Weitere sollte nach Vorliegen der Bioresonanzanalyse besprochen werden. Auch sollten dann neue Medikamente festgelegt werden um die Schmerzmittel und die anderen Medikamente ausschleichen zu lassen.

Nellys Ergebnisse waren schnell da und ich erhielt diese, zusammen mit einer Liste Homöopathischer Mittel, die ich besorgen sollte, eine Anleitung dazu und eine Erläuterung des Testergebnisses. Einige Punkte zeigen Unstimmigkeiten, wie: Leber, diverse Gelenke, Blut, Schilddrüse, Nebennieren etc. Allerdings sah alles gut aus, denn Nelly machte langsame aber stetige Fortschritte was das Laufen anging und sie nahm wieder ein wenig ab. Von der positiven Wirkung der LifeWave-Pflaster bin ich auch heute noch überzeugt.

Wir hatten den nächsten Termin im September 2016 um per weiterer Bioresonanzanalyse den aktuellen Stand zu überprüfen. Das Ergebnis sah etwas besser aus als das erste, dennoch wurden die Medikamente zum Teil umgestellt und ich bekam neue Klebeanleitungen für die Pflaster (was inzwischen schon eine sehr sehr teure Angelegenheit wurde).

Nelly mit LifeWave-Pflastern

Eine Verbesserung konnte ich danach leider nicht mehr feststellen. Anfang Dezember folgte die dritte Kontrollanalyse, die wieder schlechter war und die Medikamente wurden wieder umgestellt. Auffällig war, dass die Medikamente von mal zu mal mehr wurden, die Wirkung augenscheinlich dafür weniger bzw. schlechter. Nelly nahm wieder ziemlich massiv an Gewicht zu und das Laufen wurde von Woche zu Woche schwerer. Kurz vor Weihnachten war Nelly extrem müde, sie schlief fast den ganzen Tag und die ganze Nacht. Spaziergang, naja mit muss und ein kleines Stückchen reichte dann auch schon.

Beim Physio-Termin waren wir schon am überlegen was geschehen sollte oder könnte. Nellys Herz wurde abgehört und es zeigte Rhythmusstörungen. Ich entschied nach unseren Gesprächen, alles was Nelly in dem Moment bekommen sollte, wegzulassen. Wenige Einzelmittel bzgl. Herz und Leber wurden abgestimmt und das sollte es sein, damit sich der Körper erstmal wieder erholen konnte. 1 Tag später schlief Nelly am Abend so tief und fest, dass ich sie schütteln musste, sie drohte nicht mehr aufzuwachen. Ich war in Panik! Die Entscheidung sie umzustellen war offensichtlich richtig, denn danach erholte sich Nelly wieder. Ich ließ wieder ein Blutbild machen, mit Schilddrüsenwerten, welche laut Labor absolut in Ordnung waren.

Trotz allem besuchte ich mit Nelly im Frühjahr 2017 wieder die THPin um eine weitere Bioresonanzanalyse erstellen zu lassen. Diese fiel so mies aus, dass ich eigentlich hätte aufgeben müssen, jedoch hatte ich meinen Hund vor Augen, dem es wesentlich besser ging als noch im Winter.. Die THPin hielt mir eine Standpauke, ich hätte nun also alles vermasselt, mein Hund sei bereit zu gehen, ich würde sie laufend überfordern und und und. Sämtliche Organwerte waren mies, Leber, Herz, Nieren, Schilddrüse, Blut und der Cortisolwert massiv zu hoch.Ich solle meinen Hund in Würde sterben lassen, denn sie will nicht mehr………

na jetzt erst recht…. 😉 sagt Nelly

Ich beschäftigte mich selbst wieder mit den Themen Cortisol, Stress, Schilddrüse usw. Ich machte mich schlau, was ein erhöhter Cortisolwert bewirkt, woher er kommt, was Cortisolsenkend wirkt. Ich las mich ein in die Bereiche Cortisol, Säure-Basen-Gleichgewicht etc. Nelly bekam in Eigenregie und in Absprache mit Fam. Pirzkall einige wenige Homöopatische Mittel, die Sinn machten und die Nelly umsetzen konnte weiter. Es ging meiner Maus besser, okay, mit besseren und schlechteren Tagen aber sie freute sich wieder auf schwimmen, Spazieren gehen, Frösche jagen und Mäuse buddeln.

Anfang Juli diesen Jahres, Nelly lief die Tage davor wieder etwas schlechter, kam das nächste Unglück. Nelly wurde beim Spaziergang von einem jungen freilaufenden Labrador einfach umgerannt. Ja sicher wollte der junge Hund nur spielen, wie der Halter beteuerte aber meine alte Lady eben nicht. Nelly konnte danach nicht mehr aufstehen, es ging einfach rein nichts mehr.

Sie konnte nach wie vor ihren Stuhlgang und Pinkeln kontrollieren aber sie konnte nicht stehen bleiben um die Geschäftchen zu erledigen. Trug ich sie in den Garten, stellte sie vorsichtig hin, plumpste sie einfach auf den Po. Es war ihr selbst so zuwider, dass sie versuchte alles anzuhalten so lange es nur ging. So konnte es nicht weitergehen. Mir war schnell klar, wir haben nichts mehr zu verlieren.

Ich besorgte ein TENS-Gerät und holte wieder meine Themen Cortisol, die Auswirkungen und die Thematik Mineralstoffe/Vitamine vor. Ich führte ein langes Gespräch mit einem Berater für Menschen im Bereich der orthomolekularen Medizin, der mir sehr viele Zusammenhänge bzgl. Nellys Krankheitsverlauf erklären konnte. Sicherlich kann nicht alles 1 zu 1 auf den Hund übertragen werden, aber vieles klang dann doch plausibel und passte mit dem was ich sah und erlebte zusammen.

Mit dem Gedanken im Kopf, dass Nelly nichts mehr zu verlieren hatte, denn ein Rolli fiel gänzlich aus, da dies die Ellbogen nicht schaffen konnten, stellte ich Nelly´s neue Therapie selbst zusammen.

Bereits 4 Wochen später konnte Nelly wieder laufen und hatte Spass am Schwimmen und am Frösche suchen. Auch heute haben wir bessere und schlechtere Tage und Nelly ist keine „Rennmaus“ mehr in ihrem hohen Alter, doch ich denke wir haben einiges erreicht in den letzten Wochen und ich hoffe, wir werden noch mehr erreichen damit mein Sonnenschein noch lange Spaß und Freude am Leben haben darf.

Nelly – alte Kämpferin….
Advertisements